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Anwenungsgebiete:
Mit schick R723® lassen sich existierende Ammoniakanlagen umrüsten oder Neuanlagen mit Einspritzverdampfung wie Kaltwassersätze auch mit kleineren Kälteleistungen unterhalb 100 kW realisieren. Alle dafür benötigten Stoff- und Auslegungsdaten sind mit ausreichender Genauigkeit vorhanden. Besonders im Leistungsbereich der so genannten Gewerbekälte, in dem R717 allein wegen seines geringen umlaufenden Volumenstromes und der daraus resultierenden ungünstigen Rohrleitungsquerschnitte nicht effektiv einsetzbar ist, lässt sich schick R723® effektiv anwenden und wird hier zukünftig massiv in die Phalanx der halogenierten Kältemittel eindringen können.
Historie:
Dimethylether wurde bereits vor 60 Jahren als mögliches Kältemittel diskutiert. Es hat einen Siedepunkt von -24,9 °C und ist nicht toxisch. Ammoniak hingegen wird bereits seit über 120 Jahren kältetechnisch genutzt. Zur gleichen Zeit, da eine Vielzahl anderer Kältemittel bereits vergessen ist oder zunehmend in Vergessenheit gerät, ist Ammoniak das einzige Kältemittel, das seit seiner Erstanwendung permanent auf dem Markt ist. Wir als Schick GmbH + Co. KG. können mit einer über 80-jährigen Erfahrung im Umgang mit diesem Stoff aufwarten. Ammoniak wird auch zukünftig in der Kältetechnik seinen angestammten Platz in der Großkälte, vor allem bei Verdampfungstemperaturen oberhalb von -33 °C, behaupten. Es wird zusätzlich beispielsweise in Form seines azeotropen Gemisches mit Dimethylether den mittleren und kleinen Kälteleistungsbereich erobern und dürfte somit die Stelle der fluorierten Gase einnehmen, sofern entsprechende gesetzliche Regelungen die Verwendung der letzteren nach und nach einschränken.
Eigenschaften:
Ungeachtet der Tatsache, dass die auf der hohen spezifischen Verdampfungswärme beruhenden kältetechnischen Vorteile von Ammoniak (R717) gegenüber fluorierten Kältemitteln bei allen Fachleuten unumstritten sind, gibt es nach wie vor zahlreiche Vorbehalte gegen seine Anwendung.
Vor allem durch die häufig überbetonte Toxizität wurde ein zählebiges Negativimage aufgebaut, obwohl sich durch moderne Sicherheits- und Warntechnik Brennbarkeit und Toxizität von Ammoniak und seinen Gemischen heute gut beherrschen lassen. Des weiteren beschränkt die sich hartnäckig haltende Meinung vor allem über eine hohe Betriebstemperatur bei der Verdichtung und die schlechte Öllöslichkeit den Einsatz von Ammoniaksystemen heute noch auf Großkälteanlagen.
Mit schick®R723 bieten wir ein natürliches Kältemittelgemisch an, das wesentliche Nachteile von Ammoniak auf einen Schlag beseitigt!
Dieses azeotrope Gemisch, bestehend aus 60 Ma-% Ammoniak und 40 Ma-% Dimethylether, hat eine mit Ammoniak nahezu identische Drucklage. Für seine große Zukunft sprechen zwei gravierende anwendungstechnische Vorteile:
- Eine im Vergleich mit Ammoniak um 15 – 25 K verringerte Verdichtungsendtemperatur;
- Eine entscheidend verbesserte Löslichkeit für Mineralöle bis in den Bereich tiefer Temperaturen.
Das Kältemittel aus NH3 und Dimethylether ist umweltfreundlich, energetisch vorteilhaft, preisgünstig und steht in genügender Menge zur Verfügung. R717 hat kein Ozonabbaupotential (ODP) in der Stratosphäre, die Etherkomponente trägt wie alle Kohlenwasserstoffe nur unwesentlich zum globalen Treibhauseffekt (GWP) bei.
Die physiko-chemischen Eigenschaften des Gemisches resultieren aus den Eigenschaften der Bestandteile. Es ist ein brennbares, farbloses, giftiges, hygroskopisches Gas. |
Sicherheitsdatenblatt
R723®
Deutsch
Version 3
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R723® Englisch
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